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Vor 15 Jahren begann eine Geschichte, die heute noch Bestand hat.
...April 1991...
Im damals etwas eingeschlafenen Autohilfsclub (AHC) Goldstadt Pforzheim gründen am 21.04.1991 vier Mitglieder in einer externen Sitzung das Goldstadt-Funk-Team. Ziel war damals, Hilfen im Verkehrsgeschehen z.B. bei Pannen und Unfällen zu geben. Man wollte kein "Schwätzverein" sein.
Im Mai benannte sich das Team um in "Funk-Hilfs-Team (FHT) im AHC". Es sollte einfach der helfende Charakter besser zur Geltung kommen. Auch die Grundzüge des AHC, der CB-Funk, sollte in unserem Namen Anteil haben. Ende Mai wurde dann das Team den interessierten Mitgliedern des AHC im Clubheim an der St. Georgen Steige vorgestellt. Im Team sollte es keine hierarchische Gliederung wie im Mutterverein geben. Einfach der Spaß am Helfen sollte von jedem frei umgesetzt werden können. Leider musste damals noch mit Anfeindungen aus dem Mutterverein gerechnet werden, da wir hier die Hierarchie und damit die Machtverhältnisse störten. Deshalb wurden die Aktivitäten ziemlich geheim gehalten. Aus heutiger Sicht vielleicht etwas übertrieben, aber damals eben notwendig.
Damals gab es bereits die ersten Hilfseinsätze (zusammen mit dem AHC) wie z.B. bei einem Folkswandertag im Hagenschieß, bei dem wir die Parkplatzbetreuung und an kritischen Stellen der Wanderstrecke auch die Absicherung übernahmen. Auch die erste Rallye im Bereich Mühlacker wurde damals von uns (unter Führung des AHC) betreut. Hier galt es, die Strecke mit Funk und Flaggensignalen abzusichern. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, aber immerhin ein Einstieg.
Um für unsere Aufgaben besser gerüstet zu sein, beschafften wir dann Hilfsmittel für die Erste Hilfe und führten auch die erste Übung auf diesem Gebiet durch. Angeregt durch einen Erste-Hilfe-Kurs im AHC konnten wir dankenswerterweise eine Ausbilderin des DRK gewinnen, die uns in unregelmäßigen Abständen in der Ersten Hilfe einen Schnellkurs (Bereich Herzlungen-Wiederbelebung und Sofortmaßnahmen) abhielt.
Auch Freizeitaktivitäten wurden immer wieder in das Programm eingestreut. Sollte doch nicht nur der Arbeitseinsatz zum verbindenden Element werden.
Im Sept. 1992 führten wir dann unsere erste eigene Rallyebetreuung bei zwei Wertungsprüfungen im Bereich Calw durch. Damals gemeinsam mit den Funk-Freunden-Mühlacker (FFM), mit ca. 20 Helferinnen und Helfern. Auch die Betreuung eines Festumzuges in Huchenfeld konnten wir damals absolvieren. Diese Tätigkeit fand jedoch keine Fortsetzung.
Zum Jahresende 1992 lösten wir uns dann endgültig vom AHC ab, was wir auch durch unser eigenes Logo zum Ausdruck brachten. Auch der Name musste im Detail angepasst werden, weshalb wir uns seit damals "Funk-Hilfs-Team Pforzheim / Enzkreis" nennen. Grund für die Ablösung war neben dem Klima zwischen AHC und FHT auch die Tatsache, dass wir Mitglieder hatten, die nur im FHT, nicht jedoch im AHC beteiligt waren. Bereits damals konnte man bei uns Mitglied sein, ohne dass ein Mitgliedsbeitrag erhoben wird (im Gegensatz zum AHC). Bedingt durch die Ablösung konnten wir das AHC-Clubheim natürlich nicht mehr nutzen. Wie bereits bei einzelnen Sitzungen erprobt, wurde daraufhin das Zuhause eines unserer Gründungsmitglieder unser Treffpunkt. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an unser Gründungsmitglied Rudi!
1993 ging es dann erst mal beschaulich weiter. Neu kam bei den Aufgaben die Slalombetreuung hinzu, die uns in den folgenden Jahren noch stark beschäftigen sollte. Auch die Rallye erfuhr eine Fortsetzung.
1994 ging es dann erst mal beschaulich weiter. Neu kam bei den Aufgaben die Slalombetreuung hinzu, die uns in den folgenden Jahren noch stark beschäftigen sollte. Auch die Rallye erfuhr eine Fortsetzung.
1995 ist auch noch die Absicherung eines nationalen Seifenkistenrennens in Stuttgart dazu gekommen. Dies klingt zwar nach "Nichts", doch sind diese Seifenkisten Hightech-Geräte aus GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff), die teilweise sogar im Windkanal getestet wurden. Also nicht nur Spaß, da ist dann doch auch ein gewisser Ernst dabei. Doch die "Alten Hasen", wie die Senioren bei dieser Sportart genannt werden, sorgen mit ihrem umgebauten Boxauto doch immer wieder für spaßige Einlagen. Wegen Änderungen im Management des ausführenden Vereins konnten wir diese Aufgabe in den letzten Jahren leider nicht mehr wahrnehmen.
Und seit 1997 konnten wir auch wiederholt in Pforzheim auf dem Marktplatzfest unser Können beweißen. Dort bildeten wir das "Herz der Kommunikation", oder wie unsere Station schon in der Homepage des Marktplatzfestes bezeichnet wurde, die "Zentrale der Macht". Dies ist zwar nicht derart Ernst gemeint, doch zeigt es, dass wir auch hier eine zentrale Rolle bei der Organisation eines derartigen Events inne hatten. Leider sind wir hier dem Rotstift und der vermehrten Handynutzung zum Opfer gefallen. Dennoch haben uns die Veranstalter nicht vergessen, wie durch immer wiederkehrende freundschaftliche Kontakte deutlich wird.
1999 beschaffte das FHT Handfunkgeräte, die nicht mehr auf den CB-Frequenzen arbeiteten. Es handelte sich um so genannte LPDs (Low Power Device), Geräte mit geringer Sendeleistung, für die neue Frequenzen freigegeben worden sind. Diese Geräte besitzen unschätzbare Vorteile. Sie sind anmelde- und gebührenfrei, sehr handlich und benötigen nur drei Batterien und können wegen der geringen Sendeleistung doch über mehrere Stunden betrieben werden. Überdies ist die Frequenz der Geräte nicht so störanfällig wie das 11 m Band der CB-Geräte. Einziger Nachteil ist die geringere Reichweite. Für viele Einsätze sind sie aber völlig Ausreichend (Slalom, Seifenkistenrennen) oder mindestens sehr gute Ergänzung zum CB-Funk. So ist es mittlerweile nicht mehr bei allen Einsätzen notwendig, dass sich die Mitglieder mit der Technik des CB-Funks auseinander setzen müssen. Auch die Vorbereitungszeit vor einem Einsatz konnte dank dieser Geräte minimiert werden.
Wir haben also in den vergangenen 15 Jahren einiges bewegt und uns in vielen Regionen Süddeutschlands engagiert. So wurden wir bereits von Pforzheim über Mühlacker, den Großraum Stuttgart bis nach Horb gerufen, um bei Veranstaltungen zu helfen. Die Vereine unserer Gründerzeit (AHC / FFM) haben wir mittlerweile beide überlebt.
...heute
Im Vergleich mit der Anfangszeit vor über 15 Jahren hat sich (leider) einiges geändert. So konnte bei den gestiegenen Anforderungen durch die Veranstaltungen nicht auf eine hierarchische Struktur verzichtet werden. Diese ist aber sehr flach und kennt momentan lediglich die Einsatzleitung und den Kassenwart als feste Institutionen. Einen Vorstand oder weitere Ebenen gibt es bei uns, auch schon bedingt durch unsere Größe, nicht. Bei den regelmäßigen Treffen können die Mitglieder immer Einfluss auf die Geschehen im FHT nehmen. Vor einiger Zeit hatten wir leider eine rückläufige Zahl der Helfer festzustellen. Aus diesem Grunde mussten damals Einsätze abgesagt werden, die im Jahr zuvor neu eingegangen waren. Mittlerweile sind wir sowohl bei den Helferzahlen, als auch bei den Einsatzzahlen auf einem stabilen oder wieder leicht ansteigenden Stand angelangt. Für aktive Unterstützung unserer Arbeit sind wir auch weiterhin jederzeit dankbar. Darum der Aufruf:
Komm zu uns und hilf mit, damit wir auch zukünftig die unterschiedlichen Vereine bei ihrer Arbeit unterstützen können. Dies ist eine sozial notwendige und sinnvolle Aufgabe, ohne die viele Veranstaltungen nicht mehr so kostengünstig angeboten werden können! Wir wollen damit dem drohenden Trend entgegen wirken, dass es nur noch Freizeitveranstaltungen gegen Eintrittsgeld geben wird. Diese Gefahr besteht tatsächlich, wenn sich immer weniger Mitmenschen bereit finden, in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig zu werden. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen und dank unserer Planung hat man bereits zu Jahresanfang einen Überblick darüber, was einen während des laufenden Jahres alles erwartet. Und Spaß macht das Ganze auch noch, kommt man doch an Stellen und in Positionen, die für die Zuschauer und Gäste nicht erreicht werden können.
Das Ehrenamt hat Zukunft ! ... mach mit ;-)
Zukunft...
Nicht nur in unserem Bereich wird es immer schwieriger, aktive junge Menschen für das Ehrenamt zu motivieren. Daher wird eine Entwicklung so aussehen, dass wir uns immer enger mit befreundeten Vereinen zusammen tun. Diese Verknüpfung wird bereits heute von uns gelebt, so dass wir auch einem gleich gesinnten Hilfsverein in Stuttgart beistehen, wenn er mehr Leute benötigt, als er selbst stellen kann. Umgekehrt erhalten wir auch von dort Unterstützung. Also das partnerschaftliche Miteinander tritt an die Stelle, an der in der alten Zeit Vereinsmeierei und Konkurrenzdenken ihre Position hatten. So kommen selbst wir aus Pforzheim und Umgebung zu Einsätzen in unserer Landeshauptstadt. Beide Parteien gewinnen dadurch an Attraktivität und die Vielfalt kleinerer Vereine bereichert das gesellschaftliche Leben.
Das sind sicherlich zunächst sehr theoretische Worte und Werte, die sich aber durchaus bei genauerem Hinsehen mit Leben füllen.
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